Letzte Wabenhonig-Portionen ausgeliefert

Die Produktion von Wabenhonig habe ich dieses Jahr aufgrund der zuletzt hohen Nachfrage hochgefahren. Im Vergleich zum Vorjahr habe ich mehr als die doppelte Menge produziert. Und nun ist die gesamte Ernte 2020 bereits vermarktet! Die letzten 50 Portionen gingen heute an den Feinkostladen simplyfine in Thun.

Auslieferung von Wabenhonig
Die letzten Wabenhonig-Portionen dieses Jahres gehen nach Thun. Simplyfine – ein Fachgeschäft für Schweizer Delikatessen – bietet diese exklusive Spezialität neu seinen Kunden an.

Wabenhonig ist die ursprünglichste Form des Honigkonsums und ein ganz besonderer Gaumenschmaus. Eine Wabenhonigportion beinhaltet sämtliche Bienenprodukte: Honig, Wachs, Pollen sowie Propolis. Aus diesem Grund, aber auch weil das gesamte Produkt so wundervoll, in einer von Honigbienen individuell gebauten Mini-Wabe verpackt ist, findet diese Form des Honigkonsums immer mehr Anhänger in der Schweiz.

Eingang zum simplifine-Shop in Thun
Geschäftseingang zum Feinkostgeschäft simplyfine in der Innenstadt von Thun.

Es freut mich ausserordentlich, dass Anita und Stefan Schrag von simplyfine meinen Wabenhonig neu für Ihre Kunden in ihr exklusives Sortiment aufgenommen haben.

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Winterthurer Märkte für dieses Jahr abgesagt

Nun ist es definitiv: Sowohl der Winterthurer Martini- wie auch der Chlausmarkt sind abgesagt. Coronabedingt. Auch wenn wir Sie nicht an unserem Marktstand in der Steinberggasse bedienen können, auf unsere Bienenprodukte brauchen Sie trotzdem nicht zu verzichten.

Köstlichkeiten aus unserer Imkerei

Kunden im Raum Winterthur sowie im Zürcher Weinland bieten wir bis auf Weiteres eine kostenlose Hauslieferung der bestellten Bienenprodukte an.

Sujets Dankeskarten
Auswahl von unterschiedlichen Sujets der handgemalten Dankeschön-Karten

Als besondere Aufmerksamkeit gibt’s zu jeder Bestellung eine handgemalte Dankeschön-Karte dazu.

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2. Sommerbehandlung mit Ameisensäure

Nachdem ich meine Völker in den letzten Wochen mit Zuckersirup aufgefüttert habe, steht nun die zweite Sommerbehandlung mit Ameisensäure an. Diese ist für alle Bienenvölker Pflicht. Die Behandlung soll sicherstellen, dass die Milbenpopulation bis zur Winterbehandlung unter der Schadschwelle bleibt. 

Die Völker sind aufgefüttert. Die Futterzargen können nun entfernt werden. Zeit für die zweite Sommerbehandlung. 

Für die Behandlung meiner Völker benutze ich sog. MAQS-Ameisensäurestreifen. Je nach Volksgrösse lege ich einen oder zwei Streifen auf die Oberseite der Rähmchen.

 
Die Völker stehen noch immer gut in der Brut. Es entstehen die langlebigen Winterbienen, welche das Überleben der Bienenvölker bis zum nächsten Frühling sichern. Die Brutnester sind nun allerdings bereits deutlich kleiner. 

Noch immer befinden sich schöne Brutbretter in den Bienenvölkern. Ihre Grösse ist indes merklich weniger ausgedehnt.

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Varroasensitive Hygiene (VSH) – ein Hoffnungsschimmer für Imker

Die Varroamilbe ist der bedeutsamste Bienenschädling weltweit. Hiesige Imker müssen ihre Völker im Jahresverlauf mehrmals mit organischen Säuren gegen den Milbenbefall behandeln.

Die amerikanischen Forscher John Harbo und Jeffrey Harris beobachteten Ende der 90er Jahre Bienenvölker, bei denen sich die in Arbeiterinnenbrut eingedrungenen Varroamilben nur eingeschränkt vermehrt hatten. Durch gezielte Selektion konnten sie diese Erscheinung in einer kleinen Versuchspopulation erheblich steigern und in der Folge Völker auslesen, in welchen die Milbenpopulation nachhaltig unter der Schadschwelle blieb.

Erst später entdeckte man, dass die gestörte Milbenreproduktion ursächlich auf ein sehr effektives Hygieneverhalten zurückzuführen ist: Offensichtlich öffnen besonders veranlagte Bienen von Varroamilben befallene Brutzellen und räumen diese aus (vgl. Video-Ausschnitt unten – Quelle: USDA ARS Baton Rouge Honey Bee Lab). Dadurch verringert sich im Laufe der Puppenphase die Befallsrate und die bis zum Schlupfzeitpunkt in der Brut verbleibenden Milben haben oftmals überhaupt keine oder aber verspätet angelegte Nachkommen. Dieses Verhalten bezeichnet man heute üblicherweise als varroasensitive Hygiene oder kurz VSH.

Varroasensitive Hygiene (VSH) ist ein Verhaltensmerkmal bei Honigbienen. Es ist eine Form der Brutnestreinigung, die genetisch veranlagt ist. Bienen erkennen in der Brutanlage Bienenpuppen, die durch die Varroamilbe parasitiert werden, öffnen die Zellen und räumen die befallene, 12-18 Tage alte Brut aus. Das führt zum Tod der unreifen Varroamilben. Der Vermehrungszyklus der Milben wird gestört, was zu einer unterdrückten Milbenvermehrung führt. VSH-Bienenvölker zeigen daher einen ungewöhnlich niedrigen Anteil an reproduktionsfähigen Milben in der Brut. Sie können die Milbenpopulation tief halten, unter dem Schwellenwert, der eine Varroa-Behandlung nötig macht.

Weltweit existiert ein Netzwerk von Bieneninstituten, Zuchtorganisationen sowie Züchtern, welches sich der Zucht und Selektion von VHS-Völkern verschrieben hat. Ein Hoffnungsschimmer für uns Imker.

Weitere Informationen: www.aristabeeresearch.org

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Besuch des Freilichtmuseums Ballenberg

Auf dem Gelände des Freilichtmuseums Ballenberg sind – nebst einer Ausstellung zum Thema Bienen – verschiedene Bienenhäuser zu sehen. Ein besonders ansprechendes Exemplar ist das Bienenhaus aus Gwatt. Mit der reich verzierten Fassade und den aufgemalten Fensterchen gleicht es einem übergrossen Puppenhaus.

Bienenhaus

Das Bienenhaus von einem Bauernhof in Gwatt am Thunersee – erbaut um 1900 – ist ein Hausbau im Kleinen.

Das Freilichtmuseum Ballenberg vermittelt seinen Gästen die ländliche Kultur der Schweiz wie sie einmal war: mit hundert originalgetreu wiederaufgebauten Gebäuden, historischen Bauerngärten, traditioneller Handwerkskunst sowie Bauernhoftieren. Trägerin des Freilichtmuseums ist eine gemeinnützige Stiftung

Ein Besuch des familienfreundlichen und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Ballenbergs lohnt sich auf jeden Fall.

Fotocollage Ballenberg

Im Freilichtmuseum Ballenberg sind traditionelle ländliche Bauten samt ihren typischen Einrichtungen zum Wohnen und Arbeiten zu bestaunen.

Mehr Informationen: www.ballenberg.ch

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