Schlupf einer Arbeitsbiene: Übergang von der Imago zur Funktionsträgerin

Der Schlupf einer Arbeitsbiene markiert das Ende einer präzise getakteten, 21-tägigen Metamorphose und ist gleichzeitig der Startschuss für ihr Leben im Dienst des Superorganismus Honigbienenvolk. Während der Begriff „Schlupf“ umgangssprachlich oft mit dem Verlassen des Eies assoziiert wird, bezeichnet er in der Entomologie (Insektenkunde) den Moment, in dem das fertige Insekt (Imago) seine Puppenhaut abstreift (Eklusion) und die verdeckelte Brutzelle verlässt.

Um sich aus der Zelle zu befreien, nutzt die Biene ihre Mandibeln (Oberkiefer). Sie beginnt, den Zelldeckel aus Bienenwachs und Kokonresten kreisförmig von innen aufzunagen. Dieser Vorgang erfordert erhebliche mechanische Kraft, weshalb die Biene zwischendurch immer wieder Ruhephasen einlegen muss.

Direkt nach dem Schlupf ist die Arbeitsbiene noch nicht voll einsatzbereit. Sie unterscheidet sich optisch und physiologisch deutlich von älteren Stockbienen:

  1. Exoskelett und Behaarung: Die Cuticula ist noch nicht vollständig ausgehärtet (Sklerotisierung). Das Haarkleid ist feucht und liegt flach an, weshalb frisch geschlüpfte Bienen oft silbrig-grau und „flauschig“ wirken – sogenannte „Gräulinge“.
  2. Drüsenentwicklung: Wichtige Drüsenorgane, wie die Futtersaftdrüsen (Hypopharynxdrüsen), sind noch unterentwickelt und reifen erst durch die Aufnahme von Pollen in den ersten Lebenstagen heran.
  3. Verhalten: Jungbienen zeigen zunächst eine verminderte Bewegungsaktivität und suchen gezielt nach Zellen mit Honig oder werden von älteren Nestgenossinnen gefüttert.
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Honig mit Herz: Überdurchschnittliche Ernte des Frühlingshonigs

Die Ernte des Frühlingshonigs ist abgeschlossen. Während ich den Blütenhonig an meinen Ständen im Zürcher Weinland bereits vor zwei Wochen – nach Ende der Rapsblüte – geschleudert habe, konnte ich vergangenes Wochenende auch den Stadthonig ernten.

Honig mit Herz
Honig mit Herz: Eine schön gefüllte Honigwabe, fast vollständig abgedeckelt.

Beide Ernten fielen – wohl auch wegen beinahe idealer Wetter- und Trachtbedingungen im April und anfangs Mai – überdurchschnittlich aus. Der Wassergehalt aus dem im Weinland geernteten Honig betrug 17.5 %; derjenige des Stadthonigs rund 1 % tiefer, nämlich 16.5 %.

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Auffuhr auf die A-Belegstelle Justistal

Gestern Abend hat die A-Belegstelle Justistal ihren Betrieb aufgenommen. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um eine erste Serie von Zuchtköniginnen in Apidea-Begattungskästchen auf die Belegstelle zu bringen. Ein paar Impressionen.

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Honigbienen brauchen Wasser

Zwar bilden Nektar und Blütenpollen zusammen die fundamentale und sich gegenseitig ergänzende Ernährungsgrundlage eines Bienenvolkes, doch auch Wasser kommt eine bedeutende Rolle zu.

  • Nektar (Kohlenhydrate): Der zuckerhaltige Nektar wird von den Bienen zu Honig eingedickt und dient als primäre Energiequelle. Er liefert die nötige Kraft für das Fliegen, das Heizen des Stocks und das Bauen der Wachswaben.
  • Pollen (Eiweiss, Fette & Vitamine): Pollen liefert die lebenswichtigen Proteine, Lipide und Vitamine, die die Ammenbienen benötigen, um den nahrhaften Futtersaft für die Aufzucht der Brut herzustellen. Ohne Pollen gibt es kein Wachstum im Bienenstock.

Wasser benötigen Honigbienen aus drei Gründen:

  • Klimatisierung des Bienenstocks: An heissen Tagen nutzen Bienen Wasser zur Verdunstungskälte, um das Brutnest konstant auf 35 °C zu halten.
  • ​Brutpflege und Futterzubereitung: Ammenbienen brauchen Wasser für die Produktion von flüssigem Larvenfuttersaft und um kristallisierten Honig für die Fütterung wieder aufzulösen.
  • ​Eigener Stoffwechsel: Wasser ist unerlässlich für die eigene Verdauung, den Nährstofftransport und die Regulation des Salzhaushalts.

​Übrigens: Bienen bevorzugen mineralstoffreiches, leicht erwärmtes Wasser (z.B. an feuchtem Moos wie auf dem Video zu sehen) gegenüber reinem Leitungswasser.

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Bienen-Michel am Maimarkt in Winterthur

Morgen Donnerstag, 7. Mai 2026, 09.00-21.00 Uhr, findet der Maimarkt in Winterthur statt. Wir sind mit unserem mobilen Marktstand wieder in der Steinberggasse (Stand Nr. 213, Steinberggasse 24) und freuen uns auf Ihren Besuch.

An unserem Marktstand finden Sie verschiedene Honigprodukte, Bienenwachstücher, Propolis-Tinktur sowie eine Auswahl der einzigartigen Wanderbüchlein von Hannes Stricker

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